Montag, 11. März 2013

Gestatten, mein Name ist Hase...

...Oster-Hase. Auf meinem vorösterlichen Streifzug durch die Lande stieß ich vor kurzem auf ein besonders eifriges Menschen-Pärchen... Fast drei Wochen sind's noch bis zum Tag X und diese zwei kurzohrigen Gestalten präsentieren mir tatsächlich schon jetzt ihre fertig gebastelten Nesterl zum Befüllen! Ja geht's noch?!? Als ob ich tagtäglich mit tonnenweise Schoko und Eiern beladen durch die Gegend hoppeln würde, nur um euch hominiden Gierhälsen den Cholesterinwert jetzt schon in schwindelerregende Höhen zu treiben?! Nein, sorry - das mit der kommerzialisierten Vorfreude hat schon das Christkind mit seiner Schnapsidee eines Adventskalenders gehörig verbockt. Ich mach da nicht mit! Süßes Häschen hin oder her...
Wer's mir nicht glaubt, hier die Corpora Delicti:

Donnerstag, 7. März 2013

Alles neu macht... der März!

Heute hat sich viel Wunderbares getan im Schmafu-Land. Das muss gleich mal geteilt werden :)



Zwei wirklich prachtvolle Erbstücke haben heute den Weg von Omi und Mami zu mir gefunden: eine 150 Jahre alte Holzkommode (die sich auch schon genau so lange im Familienbesitz befindet - ein Ur-ur-Opa/Onkel oder sowas war anscheinend recht eifrig am Herumtischlern) und eine wunderhübsch verzierte Truhe unbekannten Alters, die irgendwann mal den Weg in unseren Clan gefunden hat :) wirklich 2 unbezahlbare Lieblingsstücke, die ich sicher nie nie nie mehr hergeben werde! 




Und weil's der Möbelzuwachs auch schön und sauber bei uns haben soll, wurde gleich mal frühjahrsgeputzt, entrümpelt und das Chaos neu geordnet. Allem voran schrie meine Bänderkiste nach einer Generalüberholung...Ja, ich sammle Bänder :) mal ehrlich, davon kann man doch nie genug haben! Ich glaub die Angewohnheit Geschenksbänder und dgl. aufzubewahren hat mir meine liebe Omi, die Sparfüchsin in Person, vermacht - alle Jahre wieder ertönt daher unterm Christbaum der verzweifelte Ruf "Neeeeiiiiin, nicht wegschmeißen, des kann i sicher nu irgendwann brauchen!" - und wie oft ich die 2nd-Hand-Bandln brauch hat mir ja meine randvolle Bänderkiste heute gezeigt :p).
Tja, jedenfalls musste der bunte Haufen mal geordnet werden und mangels Aufwickel-Möglichkeiten wurden einfach kurzerhand leere Klopapier-Rollen umfunktioniert. Rolle mit Zeitungspapier füllen, Band drumherum, mit Stecknadel fixieren - e voilà! 


Und weil die liebe Lena dann noch nicht genug hatte (aufräumen, Kastln einräumen und Bänder aufwickeln sind kreativ-technisch ja jetzt nicht wirklich die befriedigendsten Tätigkeiten...), gab's dann noch neue Etiketten für die Bänderbox, die Bastelbox, die Kerzenbox, usw. Inspiriert vom Pariser Charme des 19. Jahrhunderts, selbst gebastelt im Photoshop (Schriften gibt's gratis zum Download - bei Bedarf, einfach melden!). Und individuell sind die Bildchen allemal - oder kennt ihr noch eine Manufacture "Edthofére"? ;)


In diesem Sinne, ran an den Frühjahrsputz, ihr Lieben! Ein bisschen entrümpeln und neu ordnen und die DIY-Ideen kommen dabei wie von selbst - versprochen! Ansonsten einfach öfter im Schmafuland vorbeischauen :)

Sonntag, 3. März 2013

Heimatgefühl


Nach laaanger Pause wieder mal ein Lebenszeichen aus dem Schmafu-Land! Manchmal ist man einfach zu lange mit einem Projekt beschäftigt :) in meinem Fall Beinstulpen, die vermutlich pünktlich zu Frühlingsbeginn fertig werden - also genau dann wenn ich sie nicht mehr brauch' ;)
Dazwischen hab ich mich aber mal an ein Mini-Projekt gemacht - Schmafu will schließlich regelmäßig mit Inhalten gefüttert werden. Seit Monaten liegt schon ein hübscher Velours-Schriftzug zum Aufbügeln in meiner Bastelkiste und der wurde nun endlich seiner Bestimmung zugeführt - genauer gesagt auf mit hübsch gemustertem Papier überzogene Papp-Täfelchen aufgebügelt. Mit aufgezwickten Papierklemmen lassen sich die Tafeln an jedem Nagel aufhängen. Pretty simple, hm?! ;)
Die ideale Mini-Bastelei für zwischendurch!


Freitag, 8. Februar 2013

Pantyho(u)se

Also meiner Meinung nach entstehen die interessantesten (und oftmals auch praktischsten Dinge) im Leben aus einer kleinen Not heraus. Siehe Lieblingsdinge wie: der etwas zweckentfremdete Müllsack als Regenschutz auf Festivals; Tante Lores leckerer Eiklar-Kuchen, weil von anderen Backsachen so viel Eiweiß übrig geblieben ist (und pfui, wegwerfen tut man's nicht) oder die abgeschnittene alte Strumpfhose, über der Hose angezogen, damit man im Winter auch in die heißgeliebten Rauhleder-Stiefel sanft reingleiten kann und nicht nach schweißtreibendem Herumgezupfe und -gezerre sich erst recht über die Stoffwülste am Knie ärgern muss (funktioniert wirklich super, Mädels - unbedingt ausprobieren!).

Apropos Strumpfhose... nachdem meine Socken-/Strumpfhosen-/alles-was-nicht-mehr-in-die-Unterwäsche-Lade-passt-Lade in dieser Saison endgültig am Überquellen war und seitens meines Holden sich auch schon langsam Protest angekündigt hat ("Deine Socken-Armee frisst die Löcher in meine Socken!"), war's an der Zeit sich nach einem neuen Wohnort für besagte "Armee" umzusehen. Leider gibt's auf 50m2 nicht allzu viel ungenützten Stauraum... "na dann häng ich die Dinger halt überall in der Wohnung verteilt auf" schoss es mir trotzig durch den Kopf. Und so blöd war die Idee mit dem Aufhängen dann gar nicht. Also hab ich mich an die Arbeit gemacht und aus einigen größeren Stoffresten eine Art "pantyho(u)se" (man bemerke das Wortspiel!) geschneidert. 

Im Grunde näht man das Ding wie einen Schlauchschal - also Stoffstücke auf gleiche Breite schneiden und eine ca. 2,5m lange Bahn legen, eine zweite drauf (rechte Seite auf rechte Seite) - an den Langen Seiten zusammennähen, umstülpen, an den kurzen Seiten zusammennähen. 

ACHTUNG: auf der Oberseite muss ein Loch in der Mitte (ca.5cm) frei bleiben um den Kleiderbügelhaken durch zu kriegen. 
Dann in beliebigem Abstand die Fächer abnähen, auf einen Kleiderbügel aufhängen - fertig!

In der Lade ist wieder mehr Platz, meine Panties sind glücklich und zufrieden unter sich, der Holde ist besänftigt und Schmafu ist um eine neue Idee reicher! Herz was willst du mehr! 


Sonntag, 27. Januar 2013

Backe Backe... Brot!

Zur Abwechslung gibt's von mir heute wieder mal ein Rezept - ein leerer Bauch strickt schließlich nicht gern :)
Wenn's um's Brotbacken geht, wird ja oft und gerne über die Länge dieses Unterfangens lamentiert. Auch wenn wir uns alle einig sind, dass so ein frisches, selbst gebackenes Brot ja wirklich was Köstliches ist und kein massengefertigter Teigklumpen an dieses Geschmackserlebnis ran kommt (hmmm... noch warm, mit Butter und etwas Salz und Schnittlauch... yummy!). Zugegeben, es gibt schon einige Rezepte, die in ein 3-Tages-Projekt ausarten können - aber wer hat schon die Zeit dazu?! Deshalb gibt's von mir hier für euch das wohl schnellst-gebackene Brot der Welt (und lecker ist es noch dazu):

ZUTATEN:
600g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
180g Körndlmischung (Sesam, Kürbiskerne, Sonnenblumen,...) ODER 100g gehackte Walnüsse
2-3 TL Salz
1 Packerl Trockengerm
2 1/2 EL Obstessig (am besten Apfelessig)
600ml lauwarmes Wasser
1 EL Honig
1-2 EL Brotgewürz


SO GEHT'S:

Mehl, Körndl (oder Nüsse), Germ, Salz, Brotgewürz vermischen - Honig, Wasser und Essig dazu und gut verrühren bis ein zäher Teig entstanden ist.




Eine Kastenform mit etwas flüssiger Butter auspinseln und mit Mehl stauben.

Den Teig reinfüllen und mit einem nassen (!) Messer in der Mitte eine Vertiefung ziehen.






Brot in den kalten (!!) Backofen stellen und bei 180° (Heißluft) für 60min backen.

Nach 5-10min die Vertiefung noch mal nachziehen mit dem Messer.

Immer wieder mal das Brot mit etwas Wasser besprühen.

Und fertig!

Gelagert wird das Brot am besten eingewickelt in Butterpapier - nicht in Plastiksackerl oder Papier - dann hält es länger!



Donnerstag, 10. Januar 2013

2 kleine Schweinchen...

Neues Jahr - neues Glück... Schweinchen bringen Glück! Nachdem ich aber mit gestrickten Schweinderln nicht ganz so viel anfangen kann, gibt's einfach schweinchenrosa Armstulpen als (zugegeben, etwas modifizierte) Glücksbringer :) 

Pretty simple: hab eine feine Cashmere Wolle verwendet (etwas teurer, aber man braucht ja nicht so viel für 1 Paar Stulpen) und mit 5er Nadelspiel gestrickt (obwohl fürs Garn 3,5-4,5er Nadeln empfohlen wurden) - durch die größeren Nadeln wirds aber etwas lockerer und elastischer. 
40 Maschen anschlagen 
1. Reihe links stricken 
2. Reihe: 1M rechts, 1M links
3. Reihe: alle rechts
2. und 3. Reihe immer wiederholen.
In der 8. (oder wars die 9.?) Reihen habe ich einmal 3 Maschen rechts zusammengstrickt (1reM + 1liM + 1reM zusammen), dann wieder 1 Reihe normal und dann nochmal in der nächsten Reihe einmal 3 Maschen zusammenstricken (es sollten dann nur mehr 36 Maschen da sein...). So wirds am dann vorne bei der Hand etwas weiter, was ich ganz angenehm finde.
Einfach so lang stricken wie gewünscht und am Ende 1 Reihe links, 1 Reihe rechts und noch eine Reihe links. Beim Abketten unbedingt einen elastischen Abschluss verwenden! Z.B. 2M rechts zusammenstricken, die entstandene Masche wieder auf die linke Nadel haben und mit der nächsten zusammen stricken, diese wieder auf die linke Nadel heben usw... Gibt aber noch andere elastische Abschlüsse, die sich eignen würden. 
Verziert können Stulpen ja immer nach Lust und Laune werden - ich hab mal Knöpfe genommen. Sieht recht hübsch aus, wenn die Schweinchenstulpen unter Mantelärmel etwas hervorblitzen :) 
In diesem Sinne, good knit and good luck! 




Mittwoch, 2. Januar 2013

Flauschiges Nannerl - vorerst mal ohne Hannerl :)

So, Weihnachten ist vorbei, ins neue Jahr sind wir auch gerutscht und wer hätte das gedacht, die Welt ist doch nicht untergegangen. Wär's doch passiert, dann hätte zumindest meine Mami einen äußerst kuscheligen Abgang mit ihrem Halschmeichler-Weihnachtsgeschenk, dem Nannerl, gehabt :)
Das Nannerl ist ein wunderbar weicher, luftiger Schal gestrickt im Netzpatent-Muster. Ihre Schwester, das Hannerl, ist ein etwas verzweifelter Versuch Netzpatent auch mal rund zu stricken und eine Haube draus zu machen. Hat zwar irgendwie geklappt, aber entstanden ist daraus ein Kleidungsstück, das bei allem Stolz auf Selbstgemachtes wirklich nur eine Mutter lieben kann :D Fotos gibt's daher erst von einer Beta-Version der Netzpatent-Haube.

Das Nannerl hingegen kann ich nur weiter empfehlen. Auch wenn Patentmuster nur langsam wachsen und viel Wolle benötigen, in ihrer Weichheit kann sie nichts übertreffen! Hier gibts eine tolle Video-Anleitung zum Netzpatent (oder engl. Honeycomb brioche stitch).
Damit sich der Rand nicht einringelt hab ich jeweils 3 Randmaschen folgendermaßen gestrickt:
Hinreihe: 1 M rechts, 1 M links abheben, 1 M rechts - am Ende der Reihe dasselbe.
Rückreihe: 1 M links abheben, 1 M rechts, 1 M links abheben - am Ende wiederholen.
Dieser Abschluss kann bei allen Patentmustern gestrickt werden. Sieht immer hübsch aus :)